Was sind Goldreserven?
Goldreserven sind staatliche Goldschätze in Form von Barren, die meist unter der Obhut von Zentralbanken oder von Finanzministerien stehen. Deutschland verfügt über sehr umfangreiche Goldreserven und steht mit 3.400 Tonnen (entspricht einem Marktwert von 70,8 Milliarden Euro) nach den USA weltweit an zweiter Stelle. Die USA sind im Besitz von über 8.000 Tonnen an Goldreserven. An dritter Stelle steht der Internationale Währungsfonds (IWF) mit 2.800 Tonnen an Goldreserven, dicht gefolgt von Italien (2.450 Tonnen) und Frankreich (2.440 Tonnen).

Die deutschen Goldreserven
Der bei Weitem größte Teil der deutschen Goldreserven befindet sich im Ausland – zwei Drittel lagern in einem Aufbewahrungsort der New Yorker Federal Reserve Bank in Manhattan, wo man sie auch besichtigen kann. Etwa ein Fünftel lagert in den Tresoren der Londoner Bank of England, 8% liegen bei der Pariser Banque de France und lediglich 5% befinden sich auf deutschem Boden in Frankfurt am Main und in Mainz in Filialen der Deutschen Bundesbank.
Mit dem systematischen Ankauf von Goldreserven wurde in Deutschland im Jahr 1951 begonnen und die größte Menge an Gold (4.000 Tonnen) befand sich 1968 in deutschem Staatsbesitz. In der Folgezeit machte man sich daran, die angesammelten Goldreserven langsam abzubauen.
Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Goldreserven
Im März 2012 haben mehrere Staaten ihre Goldreserven beträchtlich ausgeweitet. Die bedeutendsten Ankäufe wurden hierbei von Mexiko (+ 16,8 Tonnen), Russland (+ 16,5 Tonnen) und der Türkei (+ 16,5 Tonnen) getätigt. Erhöht wurden die Goldreserven ebenso von Kasachstan, der Ukraine, Tadschikistan und Weißrussland.
Hieran lässt sich erkennen, dass Goldreserven wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Quelle: World Gold Council: World Gold Council Statistics; goldreporter.de