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Weißgold

Was ist Weißgold?

Als Weißgold wird Gold bezeichnet, dem mit Hilfe von Silber, Chrom oder Platinmetallen die eigentliche Goldfarbe entzogen wird, um eine silbrige Farbgebung des Edelmetalls zu erzeugen.

Weißgold enthält zu 100% die silbrige Farbe, die an der Oberfläche zu sehen ist – das Edelmetall trägt somit seine Farbgebung nicht nur oberflächlich, sondern bis in seine tiefsten Schichten. Die silberne Farbe des Weißgolds kann also nicht durch Nutzung, Kratzen oder Sägen abgetragen werden.

Diamantschmuck in Weißgold von RENÉSIM

Die Geschichte von Weißgold

Die Ursprünge von Weißgold reichen bis ins Jahr 1912 zurück: In der Stadt Pforzheim wurden erstmals Edelmetalle unter diesem Namen für die Herstellung von Weißgold-Schmuck verwendet, die von ihrem Aussehen her Platin ähnelten.

Weißgold hat gegenüber Platin den Vorteil, dass es kostengünstiger, leichter und aufgrund seiner Weichheit besser zu gestalten ist.

Hochwertige Alternative zu Silber

Im Vergleich zu Silber hat Weißgold den Vorteil, dass es nicht oxidiert und somit keine unschönen Verfärbungen auftreten. So werden heute viele hochwertigen Schmuckstücke in Weißgold als Alternative zum sonst üblichen und günstigeren Silber angefertigt.



Weißgold in Schmuckstücken

Weißgold ist kein geschützter Begriff – somit gibt es die verschiedensten Weißgold-Legierungen, die sich durch ihre Farbigkeit, ihre Qualität und ihren Preis unterscheiden.
Weißgold existiert außerdem mit variierendem Feingoldgehalt. Wie bei Gelbgold ist für die Herstellung von Weißgold-Schmuck ein Goldanteil von 75% am besten geeignet (750er Weißgold). Weit verbreitet ist auch 585er Weißgold, das – wie der Name bereits sagt – zu (585/1000) 58,5% aus Feingold besteht und somit weniger wertvoll ist.

Auf Grund der Beständigkeit der Farbe werden Trauringe heute oftmals eher in Weißgold als in Silber angefertigt.
Trauringe entdecken

Palladium-Weißgold

Diese Weißgold-Legierung setzt sich entweder aus Gold, Silber und Palladium, oder auch nur aus Gold und Palladium zusammen. Bei einigen Weißgold-Legierungen mit niedrigem Goldanteil wird der Masse so viel Palladium zugeführt, wie es zum Erreichen des erwünschten Farbtons nötig ist. Der Rest, der noch benötigt wird, um die vorgesehene Masse zu erreichen, wird mit Silber und Kupfer aufgefüllt – zwei Metalle, die sich in ihrer Farbigkeit gegenseitig weitgehend neutralisieren.

Beispiele für Weißgold Legierungen mit Kupfer-Anteil sind das 370er Weißgold mit dem Farbton Premium White (z.B. 37% Gold, 11% Silber, 20% Kupfer und 32% Palladium) sowie die Standard-White-Legierungen (z.B. 45% Gold, 13% Silber, 12% Kupfer und 25% Palladium).

Bei höherem Goldanteil wird auf das Kupfer verzichtet. 750er Palladium-Weißgold setzt sich entweder nur aus Gold und Palladium zusammen (75% Gold, 25% Palladium) oder weist zusätzlich einen Silberanteil auf.

Bei RENÉSIM verwenden wir hauptsächlich hochwertiges 18-karätiges Palladium-Weißgold (750) mit einem Palladiumanteil von 14%. Damit die Schmuckstücke möglichst lange in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen und vor äußeren Einwirkungen geschützt sind, erhalten sie eine zusätzliche Schutzschicht in Form einer Rhodinierung.

Silber-Weißgold

Wie sein Name bereits ankündigt, besteht dieses Weißgold hauptsächlich aus Gold und Silber, gelegentlich werden noch kleinere Mengen anderer Metalle beigesetzt.
Diese Weißgold-Legierung gibt es mit einem Feingehalt von 33,3%, 59% sowie 75%. Bei 333er Silber-Weißgold wird der Farbton Standard White erreicht, zutreffender wäre hier allerdings die Bezeichnung 670er Silber.

Wenig verbreitete Weißgold Legierung

Chrom eignet sich sehr gut zur Entfärbung von Gold. Das Problem dieser Legierung ist jedoch, dass sie nur sehr schwer geformt werden kann. Dies ist der Grund, warum sich Chrom-Weißgold auf dem Schmuckmarkt nicht durchsetzen konnte.
Durch einen Zusatz von Eisen kann außerdem ein weiß-bläulicher Farbton des Goldes hergestellt werden, z.B. bei Eisen-Weißgold 750 (75% Gold, 25% Eisen). In Deutschland ist dieses Weißgold jedoch kaum verbreitet.
Als kostengünstigere Alternative zum Palladium-Weißgold versuchte man gegen Ende der 90er Jahre das gesundheitsschädliche Nickel-Weißgold durch Mangan-Weißgold zu ersetzten. Es verschwand allerdings schnell wieder vom Markt, da es eine leicht gelbliche Farbe aufweist und zu Verfärbungen neigt.
Auch Platin-Weißgold konnte sich bei Juwelieren nicht behaupten, da seine Farbigkeit relativ dunkel ist und sich nur schwer zu Schmuckstücken verarbeiten lässt.

Sugar Loaf Ohrringe – 18-karätiges Weißgold (750)

Weißgold und seine Farbabstufungen

Auf Grund der großen Vielfalt an Weißgold-Legierungen sowie deren unterschiedlicher Farbigkeit und Beschaffenheit ist es für den Verbraucher schwierig zu beurteilen, ob Schmuck von guter oder schlechter Qualität ist.
Rhodiniertes Gelbgold wird oftmals fälschlich als Weißgold ausgegeben. Hierbei wird das Gelbgold jedoch lediglich oberflächlich Silber gefärbt, indem es mit einer Schicht aus Platin oder Platinnebenmetallen überzogen wird. Dieser Überzug wird durch Abnutzung abgetragen und gibt die eigentliche Färbung des Edelmetalls frei.
Außerdem kann auch tatsächliches Weißgold, das mit einer Rhodinierung versehen ist, auf dem Markt erworben werden. Die Rhodinierung dient gewöhnlich als zusätzliche Schutzschicht für das Gold, hat aber auch den Nachteil, dass schlechte Materialeigenschaften vertuscht werden.


Diese und weitere sind Beweggründe dafür, dass die MJSA (Manufacturing Jewelers and Suppliers of America) und der World Gold Council gemeinsam die sogenannte White Gold Task Force ins Leben gerufen haben. Diese hat die unterschiedlichen Farbnuancen von Weißgold ausgehend von dem ASTM Yellowness Index D1925 kanonisiert.
Es werden drei Qualitätsniveaus von Weißgold unterschieden:

1. Premium White, 2. Standard White und 3. Off White.

Alle weiteren Varianten, die keiner dieser drei Kategorien zuzuordnen sind, werden nicht mehr als Weißgold bezeichnet, sondern als Poor White.
Als allgemein gültiger Richtwert konnte sich diese Einteilung allerdings noch nicht durchsetzen.

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