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Beau Sancy Diamant

Die Geschichte des Beau Sancy Diamanten nimmt im 15. Jahrhundert ihren Anfang, als der Edelstein heutigen Einschätzungen zufolge in einer der indischen Golconda-Diamantminen entdeckt wurde. Allem Anschein nach gelangte der Beau Sancy Diamant in den Besitz des Herzogs von Burgund, Karl dem Kühnen, welcher ihn von dem aus Brügge stammenden Lodewyk van Berquem schleifen ließ.

Charakteristika des Beau Sancy



Der Beau Sancy Diamant hat die Form eines Briolettes, was bedeutet, dass er tropfenförmig geschliffen wurde und auf der Ober- und Unterseite eine annähernd gleiche Facettierung aufweist.
Eine alternative Bezeichnung für Briolette ist Pendeloque (abgeleitet von französisch pendule = Pendel). Auch hängender Ohrschmuck und Kronleuchter werden als Pendeloque bezeichnet, was daran liegt, dass auch für sie die Tropfenform charakteristisch ist.

Erst 2012 wurde der Beau Sancy Diamant von einem gemmologischen Institut, dem GIA (Gemological Institute of America), zertifiziert und seine Eigenschaften definiert.
Sein Gewicht beträgt 34,98 Karat und er verfügt über eine Reinheit von SI1. Wie schon lange zuvor vermutet wurde, handelt es sich beim Beau Sancy um einen Diamanten vom seltenen Typ II, der sich dadurch kennzeichnet, dass er eine sehr hohe chemische Reinheit aufweist und somit durch seine außergewöhnliche Transparenz bezaubert.
Was seinen Tropfenschliff betrifft, so ist der Beau Sancy Diamant auf der Ober- und Unterseite im Rosenschliff gestaltet. Auf jeder Seite befinden sich 55 Facetten (also insgesamt 110). In der Mitte sind sie um eine achtstrahlige Sternform herum angeordnet, dem Erkennungszeichen des Edelsteins.
Beau Sancy Diamant
Zirkonia-Replikat des Beau Sancy Diamanten
Zur Zeit des 16. Jahrhunderts, in welcher der Beau Sancy Diamant geschliffen wurde, war diese spezielle Formgebung eine große Neuheit. Durch die Vielzahl der Facetten, die über die gesamte Oberfläche des Diamanten verteilt sind, wird das einfallende Licht vielfältig reflektiert, zerstreut und gebrochen, sodass es in den Farben des Regenbogens zurückstrahlt.
Damals war es eine Besonderheit, dass so viel Sorgfalt auf den Schliff eines Edelsteins verwendet wurde. Mit dem Beau Sancy Diamant gelang seinem Schleifer Lodewyk van Berquem eine bedeutende technische Neuerung, die letzten Endes in der Erfindung des klassischen Brillantschliffs im Jahr 1910 gipfelte.



Die Geschichte des Beau Sancy Diamanten

Im 16. Jahrhundert erwarb der weltreisende französische Abgesandte Nicolas Harlay de Sancy den Beau Sancy Diamanten gemeinsam mit einem weiteren berühmten Edelstein, dem 55,23-karätigen Sancy Diamanten – beide wurden nach ihm benannt. Eine verbreitete These besagt, dass dieser Kauf in Konstantinopel vonstatten ging, als sich der Botschafter am Hof von Sultan Selim II. befand – sie wird allerdings von manchen bezweifelt.

Als gesichert gilt jedenfalls, dass Nicolas Harlay de Sancy den Beau Sancy Diamanten 1604 an König Heinrich IV. von Frankreich veräußerte und 75.000 Livre für ihn erhielt. Der Herrscher schenkte ihn seiner Gemahlin Maria de Medici, woraufhin der Diamant ihre Königinnenkrone zierte. Hierfür erhielt der Beau Sancy Diamant eine Silberfassung mit Krappen aus Gold, die dem Edelstein bis heute erhalten geblieben ist.

Einige Zeit später verschuldete sich die Königin verschuldete so stark, dass sie den Diamanten verkaufen musste, welcher in Heinrich von Oranien-Nassau seinen neuen Eigentümer fand.
In den nächsten Jahren sollte der Beau Sancy Diamant mehrmals als Mitgift im niederländischen Haus Oranien-Nassau dienen: 1647 für Maria Henrietta Stuart und 1677 für die spätere englische Königin Maria Stuart. Der Diamant blieb noch mehrere Jahre lang im Besitz des Hauses von Oranien-Nassau, bevor er im Jahr 1702 an den preußischen Königshof gelangte, wo er die königliche Krone schmücken sollte.
Fortan befand sich der Edelstein im Besitz des Hauses der Hohenzollern. Im Jahr 2012 versteigerten die Eigentümer den Beau Sancy Diamanten allerdings im Genfer Auktionshaus Sotheby's, wo er von einem anonymen Telefonbieter für umgerechnet 7,52 Mio. Euro erstanden wurde.
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