Der Malachit – sagenumwobener grüner Edelstein

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Der Malachit ist ein Edelstein der Carbonat-Klasse und besticht mit seiner intensiv grünen Farbe. Die Farbe des Malachits reicht von hellgrün bis zu einem sehr dunklen, fast schwarzen Grün. Oftmals zeigt der Malachit starken Pleochroismus und wirkt als sei er von Bändern oder konzentrischen Ringen durchzogen. Die Mehrfarbigkeit und Musterung macht den Malachit zu einem faszinierenden Schmuckstein.
Malachit Schmuck von RenéSim
Malachit Schmuck war bereits in der Antike beliebt und begehrt. So wurde der Malachit in Ägypten zum Beispiel zu Amuletten und Skarabäen verarbeitet. Die intensive grüne Farbe des Malachits wurde dort in pulverisierter Form sogar als Lidschatten und Pigment für Wandmalereien verwendet. Am schönsten kommt die natürliche Bänderung des Malachits in Form eines Cabochons (rund oder oval) zur Geltung.
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Informationen und Wissenswertes zum Malachit und zu Malachit Schmuck
Der Malachit in der Geschichte
Der Malachit ist einer der sagenumwobensten Edelsteine, die es gibt. Schon die Kulturen im Altertum – die Griechen, Ägypter, Römer und Mayas – sie alle schätzten den Malachit aufgrund seiner intensiven Farbe und Wirkung. Der Malachit war in vielen Kulturen einer Gottheit geweiht. So zum Beispiel Venus, der römischen Göttin der Liebe oder Freya, der nordgermanischen Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe. Bis heute schreibt man in der Esoterik dem Malachit heilsame Eigenschaften bei Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden und Wehen zu.
Der Malachit wurde nicht nur zu Schmuckstücken und Kunstobjekten verarbeitet, sondern wurde auch als Farbpigment genutzt. In fein zermahlener Form diente Malachit den Ägyptern als Lidschatten und auch als Grundlage für die grüne Farbe von Wandmalereien. Auch in China wurde Malachit-Pigment verwendet, so zum Beispiel für die Verzierung der berühmten Terrakottaarmee im Mausoleum Qin Shihuangdis.
Der Malachit, seine Eigenschaften und Farbe
Die Farbe des Malachits kann von hellgrün bis schwarzgrün reichen. Die farbgebende Substanz des Malachits ist Kupfer. Nur selten findet man größere Malachit Edelsteine, die nur einen einzigen Farbton aufweisen. Meist ist der Malachit gebändert, das heißt, dass er verschiedene Grüntöne zeigt, die den Edelstein linien- oder kreisförmig durchziehen. In dünnen Platten ist der Malachit durchscheinend, sonst ist er undurchsichtig. Ein polierter Malachit glänzt zart und seidig.
Etymologie und Entstehung des Malachit Edelsteins
Der Name Malachit stammt vermutlich vom griechischen μαλάχη (maláchē) und bedeutet „Malve“. Das kräftige Grün des Edelsteins soll an die Farbe der Malvenblätter erinnern. Eventuell brachte aber auch die geringe Härte dem Edelstein seinen Namen ein: das griechische malakos bedeutet „weich“.
Malachit gehört zu der Klasse der Carbonate und ist ein Sekundärmineral, das sich bei der Verwitterung von Kupfer-Lagerstätten in deren Oxidationszone bildet. Fundorte gibt es zahlreiche auf der ganzen Welt. Die bekanntesten Lagerstätten befanden sich früher im Ural bei Jekaterinburg; die Brüche dort gaben Malachit-Blöcke von bis zu 20 Tonnen frei. Zu den wichtigsten Fundorten heute gehört die Region Katanga im Kongo.
Malachit und seine Verwendung als Schmuck
Der Malachit wird meist in eine runde oder ovale Form geschliffen. Die natürliche Bänderung des Edelsteins muss dabei vom Schleifer bestmöglich zu Geltung gebracht werden. Auch die Form eines leicht gemugelten Tafelsteins eignet sich für den Malachit. Besonders beliebt ist das Malachit Pfauenauge, ein Malachit Edelstein mit augenartig angeordneten konzentrischen Kreisen. Ein Facettenschliff ist für den Malachit ungeeignet, da die Kanten zu leicht brechen könnten. Malachit verfügt nur über eine Mohshärte von 3,5 bis 4 und er ist vollkommen spaltbar und splittrig. Diese Eigenschaften müssen vom Schleifer und bei der Fertigung von Malachit Schmuck unbedingt beachtet werden.
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